Stefan Wolf

Mayor › City Weimar

Liebe Freundinnen und Freunde des backup_festivals!

Mittlerweile zum 19. Mal startet auch in diesem Jahr wieder das backup-festival. Eine Kontinuität, die aufmerksam werden lässt und Rückschlüsse zulässt auf die Macherinnen und Macher dieses kleinen, aber feinen Festivals.

„versehentlich geschaffen/ accidentally created“ heißt in diesem Jahr das Motto und wieder werden unter zahlreichen Einsendungen Kurzfilme und Musikvideos zu sehen sein, die vortrefflich Auskunft geben über Kreativität, Ideen, das Technikverständnis und Innovationen einer Generation, die es gelernt hat, kompetent und zugleich spielerisch mit einem Medium umzugehen, das unseren Alltag prägt wie nur wenige.

Ich freue mich auf dieses Festival, das sich in enger Kooperation mit dem Lichthaus-Kino und dem e-werk auch in diesem Jahr wieder an die Öffentlichkeit wendet. Aber auch die kleinen Vorführungen in Studierenden-WG’s, die dazu gehörenden Parties und natürlich auch die Preisverleihungen verdienen es, hier erwähnt zu werden.

Ich danke der Bauhaus-Universität, den Macherinnen und Machern des Festivals und Juliane Fuchs sehr für ihr großes Engagement und wünsche dem backup-festival viel Erfolg.

Ihr
Stefan Wolf
Oberbürgermeister, Stadt Weimar

Prof. Dr. Winfried Speitkamp

President › Bauhaus-University Weimar

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan, sondern Vieles ist dem Zufall geschuldet. Warum also sich nicht auf den Zufall einlassen? Das fragt sich auch das diesjährige backup_festival. Unter dem Motto “accidentally created” lassen sich Künstlerinnen und Künstler bewusst oder unbewusst auf den Zufall ein, beweisen Mut zum Fehler, entscheiden sich für den Kontrollverlust und ergeben sich der Neugier auf bereichernde Zufallsprodukte. Was dabei herauskommt, wird sich zu dieser 19. Runde des Festivals zeigen, zu dem mehr als 3000 Filme aus über 100 Ländern eingereicht wurden.

Viel Erfolg und gutes Gelingen für das backup_festival 2017 in Weimar.

Prof. Dr. Winfried Speitkamp
Präsident der Bauhaus-Universität Weimar

Prof. Wolfgang Kissel

Direktor › Bauhaus Film-Institut

B is for Bauhaus
F is for Film
I is for Internationality

Eigentlich ist eine Filmproduktion das Gegenteil eines kreativen Zufallstreffers. (Weit und breit also keine Spur von „accidentally created“.) Ein unabhängig produzierter Studierendenfilm benötigt – wie jede Filmproduktion – zunächst einmal jede Menge Recherche sowie Schreiben, Rechnen und präzise Planung!  Wenn man sich aber die Geschichte des backup Festivals in Weimar genauer anschaut, bemerkt man, dass der Begriff „accidentally created“ das studentische Festival ziemlich präzise beschreibt. Alles begann mit einer Initiative von jungen Filmenthusiasten, die sich zunächst als eine Art Selbsthilfegruppe in Bezug auf die filmische Produktion und Distribution verstand. Davon ausgehend hat sich das Festival zu einer Plattform des Austauschs und des Dialogs entwickelt. Und so haben sie auch ein erfolgreiches universitäres Projektmodul etabliert, das zunehmend relevanter wird und die Möglichkeit eröffnet mit der ganzen Welt der Medien und der Gestaltung in Kontakt zu kommen. Fast so wie das berühmte Buch „B is for Bauhaus: An A to Z of the modern world“ des Londoner Kurators Deyan Sudjic, könnte backup als ein Werkzeugkasten zum Verständnis der „Neuen Medien“ gesehen werden, ganz so wie man es 1999, im Gründungsjahr von backup, wohl genannt hätte.

Es geht also um Trends und Technologien, um Kunst und Politik. Es geht um die Einzigartigkeit von interaktiven Kunstinstallationen; Videojournalismus, der laut Michel Rosenblum das konventionelle Fernsehen ersetzen wird; praktische Workshops für den Zelluloid-Fundamentalist/inn/en und vieles mehr. Formate wie backup at home laden gar die Künstler/innen in WGs nach Hause ein. Das Festival präsentiert Madagaskars neue Kinoinitiative genauso wie eine Kurzfilmkompilation der Steve Tisch School of Film and Television of Tel Aviv University.

Bei backup geht es 2017 um die Lust auf internationale Begegnungen und um den Austausch von erfahrenen Kurator/inn/en und jungen Filmschaffenden. Es geht um die Liebe zum Experiment, zur Recherche und zu einem Bekenntnis zu einem nicht enden wollenden kreativen Lebensstil. Oder um es im Geiste Sudjics zu formulieren:

B is for backup
A is for accidentally created
C is for curating
K is for Kunst
U is for unique
P is for party

Prof. Wolfgang Kissel 
Direktor
Bauhaus Film-Institut